Mittwoch, März 14, 2007
Generalstaatsanwalt Rubén Candia Amarilla hat sich gestern für eine Überprüfung des Urteils gegen Lino Oviedo ausgesprochen. Lino Oviedo wurde wegen eines Putschversuches gegen den damaligen Präsidenten, Juan Carlos Wasmosy, zu zehn Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. In politischen Kreisen wird das neuerliche Interesse der Regierung an Lino Oviedo als politischer Schachzug gewertet, um die Stimmen der UNACE für eine Verfassungsänderung zu gewinnen.
Der Oberste Gerichtshof wird unter anderem einen Brief des Generals Víctor López Giménez an den damaligen Verteidigungs-Minister, Nelson Argaña, aus dem Jahr 1999 als Beweismittel behandeln. In dem Brief wird bestätigt, das die Verurteilung Oviedos von Wasmosy angeordnet worden sei. Gestern hat der pensionierte General, Cirilo Velázquez Steger, zugegeben, den ehemaligen Heeres-Chef, Lino Oviedo, auf Anordnung des damaligen Präsidenten, Juan Carlos Wasmosy, zu zehn Jahren Freiheits-Strafe verurteilt zu haben. Velázquez war Mitglied des ausserordentlichen Militärgerichts. Durch die Verurteilung sollte laut Velázquez die Kandidatur Oviedos zur Präsidenten-Wahl 1998 verhindert werden.

Webtipp: Deine Gesundheit Tipps für den Alltag.

Die Zahl von vorgetäuschten Verbrechen ist in den letzten Monaten stark angestiegen. Immer mehr Personen versuchen durch angebliche Überfälle zu Geld zu kommen. Ein Angestellter des Unternehmens Toyotoshi wird verdächtigt, auf diese Art und Weise 190 Millionen Guaraníes gestohlen zu haben. Er war für die Verteilung von Reifen-Decken im Inland und das Kassieren von Rechnungen zuständig. Laut seinen Aussagen war er am Montagabend aus Canindeyú zurück-gekommen, wo er die Zahlungen von zwei großen Verteiler-stellen kassiert hatte. Am morgen darauf habe er sich um 5 Uhr 30 mit dem Geld zu Fuß auf den Weg zur Firma gemacht. Ein Unbekannter habe ihn auf der Straße bedroht und das Geld gefordert. Die für den Fall zuständige Staatsanwältin ordnete die Festnahme des Angestellen an, da er in mehrere Wiedersprüche verfiel.